”Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.
(5 Mose 26, 11)Monatsspruch Februar 2026
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ihr haltet die Frühjahrsausgabe unseres Gemeindebriefes in den Händen. Wir blicken noch einmal zurück auf die Advents- und Weihnachtszeit, voller Dankbarkeit für viele Veranstaltungen, die wir in diesen Wochen durchführen konnten. Und nun liegt ein neues Jahr vor uns. Der Kalender – unser persönlicher, aber auch der Gemeindekalender – füllt sich. Was wird es bringen, dieses Jahr 2026? Können wir es gestalten nach unseren Wünschen und Vorlieben oder sind wir so eingebunden in Beruf, Familie, Gemeinde, dass wir kaum noch Gestaltungsmöglichkeiten haben? Schauen wir voller Hoffnung und Freude auf das Jahr oder bestimmen die vielen Krisen unseren Alltag?
Haben wir gute Vorsätze oder bleibt doch alles beim Alten? In der Politik? Der Gemeinde? Bei mir? Gehe ich mit Schwung ins neue Jahr oder brechen Aufbrüche in sich zusammen?
Der Monatsspruch gibt uns eine Richtung vor:
„Du sollst“ – das erinnert an die zehn Gebote. In denen nichts vom Fröhlichsein, vom Freuen steht, es sind eher Anleitungen zum sozialen Umgang miteinander, in dem niemand benachteiligt wird und niemand sich dem Mitmenschen gegenüber hartherzig zeigt. Und jetzt: du sollst fröhlich sein. Wobei – Freude befehlen funktioniert nicht wirklich. Fröhlich sein, sich freuen, wenn alles um einen herum dunkel ist, belastet und Not macht, gelingt selten.
Aber es lohnt sich, der Richtung des Monatsspruchs zu folgen, den Blick auf das Gute zu richten, das Gott mir gegeben hat.
„Sei fröhlich!“, „Freu dich!“ So wird den Menschen nach einer reichen Ernte, nach vielen erhaltenen Gaben zugerufen. Brauchen wir diese Aufforderung? Vermutlich ja, denn es ist leichter, sich an das Schwierige zu erinnern. An die Worte, die verletzt haben. An die Entscheidungen, die zum Zerbrechen von Familien geführt haben. An Katastrophen.
Vielleicht gelingt es, der Richtung des Monatsspruchs zu folgen. Den Blick auf das Gute zu richten: Menschen, die mit mir unterwegs sind, Zusammenhalt, Freude.
Sicher gibt es Zeiten, in denen es uns schwerfällt, das Gute wahrzunehmen, zu erinnern, wahrhaben zu wollen. Vielleicht können wir uns in diesen Wochen aufmachen, danach zu suchen. „Frühlingsspuren“ (Tina Willms) suchen. Sich aufmerksam auf den Weg machen und sich umschauen, um das Gute zu entdecken.
In unseren Gemeinden entdecke ich jetzt schon etwas davon. Wenn ich in den Jahreskalender schaue. Das Backhausteam lädt ein, die Leselöwen stürmen in die Kirche, Menschen sich zum gemeinsamen Musizieren treffen, Gottesdienste gefeiert werden, Begegnungen stattfinden.
Vielleicht eröffnet der Monatsspruch eine neue Perspektive auf das Leben und die Menschen, die dazu gehören: Sie sind ein Geschenk. Ein Grund, fröhlich zu sein.
Und so wünsche ich euch und Ihnen in diesen Wochen, dass es gelingt, trotz der Krisen in der Welt und manchen schmerzlichen persönlichen Erfahrungen, das Gute zu entdecken.
Ihre / eure
Kerstin Schmidt-Peterseim