Gottesdienst im Gemeindezentrum Leingarten
Um 10:00 Uhr feiern wir Sonntags Gottesdienst im Gemeindezentrum.
In der Regel findet am 1. Sonntag im Monat ein Bezirksgottesdienst abwechselnd in Frankenbach und Leingarten statt
Unser Leitmotiv
Glauben leben als gastfreundliche Gemeinde
Termine Gottesdienste
Das Kreuz im Gottesdienstraum
Bei diesem Kreuz ist der Holzkörper durch eine Glasfigur aufgebrochen. Damit wird diesem Kreuz die todbringende Macht genommen und es wird eine Lichtgestalt sichtbar. Diese Lichtgestalt kommt uns entgegen. Gleichzeitig wird durch das Licht die Transparenz im Aufbruch deutlich. Es kann mit dem Leben weitergehen über das Kreuz und den Tod hinaus. Über das Leiden Jesu am Kreuz wurde dies erst möglich.
Die Lichtgestalt zieht sich durch das gesamte Kreuz und die Helligkeit wird im Abendmahlstisch fortgeführt.
Das Kreuz in seiner ursprünglichen Funktion ist ein furchtbares Marterinstrument, das Schmerz und Tod bringt. Sicherlich sind unsere Gedanken und Vorstellungen, wenn wir an die Kreuzform denken, eher symbolischer Art. Der Künstlerin war es ein Anliegen diesem Zeichen das Schwere zu nehmen. Zum einen wegen seiner ursprünglichen Funktion, zum anderen durch die Materialkombination. Wir stellen uns Kreuze meist statisch und aus Holz gefertigt vor.
Das Ensemble Kreuz, Abendmahlstisch, Kanzel wurde aus amerikanischem Kirschholz gefertigt.
Entwurf: Petra Grupp, Realisierung: Michael Fyrnys.
Die Berufung der Jünger
Fensterbild links
Der Ort des Berges ist uns textlich überliefert. Die warmen Nuancen der Erde stehen gleichwertig im Bild wie das Blau des Himmels. Deutlich zeichnet sich die helle Gestalt Jesu gegen den blauen Himmel ab. Um ihn versammelt sind die Zwölf, die ihm am vertrautesten sind. Ihre Köpfe sind transparent gestaltet. Sie sind ergriffen, haben begriffen.
Eine Gestalt lagert abseits, sie ist gelb, wenig transparent. Die Künstlerin nimmt auf diesem Bild die dramatische leidvolle Figur des Judas vorweg.
Der rechts auslaufende Bildrand zeigt, dass hier keine abgeschlossene Situation dargestellt ist, sondern dass es für alle neu und anders weitergehen wird.
Entwurf und Realisierung: Petra Grupp
Pfingsten
Fensterbild rechts
Dieses Ereignis ist uns recht bildhaft überliefert. Der Geist kommt über die Jünger. Auch hier sind es wieder Zwölf, die in der Nachfolge stehen. Das Bildformat gibt die Dynamik dieses Geschehens wieder.
Bei der Realisierung dieses Themas stellte sich für die Künstlerin die Frage wie der hier gemeinte göttliche Himmel darzustellen ist. Gott und der göttliche Himmel sind für die Künstlerin nicht darstellbar. Daher ist am linken Rank oben ein Rund ausgespart. Dadurch kann der Betrachtende den tatsächlichen Himmel sehen. Die Flammen, die von oben kommen, gehen über die Menschen hinweg. Es ist kein vernichtendes Feuer. Im Gegenteil: die Menschen sind erleuchtet. Als warmes Licht zieht es sich weiter und soll die gesamte Erde durchdringen.
Dies ist rechts sehr präsent dargestellt. Sie steht in Ihrer Farbigkeit im Gegensatz zum Feuer. In ihrer recht geschlossenen Form steht sie aber auch bewusst im Gegensatz zum nicht dargestellten Himmel. So bildet sie am rechten Bildrand den Gegenpol dazu.
Entwurf und Realisierung: Petra Grupp
Die heutige Gemeinde
Fensterbild rechts außen
Das abschließende Fenster hat nicht mehr die ersten zwölf Jünger zum Thema, sondern symbolisiert die heutige Gemeinde.
Links sind eher sachliche gerade Formen zu sehen. Sie stehen für die Realität, Sachlichkeit, Rationalität des alltäglichen Lebens.
Die Mitte des Bildes bildet dagegen eine runde Form. Symbolisch wird so Gemeinde – christliche Gemeinschaft – dargestellt. Sie ist nicht geschlossen, aber trotzdem umschließend. Sie ist nicht einfarbig und einheitlich, es finden sich verschiedene Strömungen/Farbspuren wieder. Ein wichtiges Element und Zeichen der Identität ist hier das Kreuz. Die gesamte Form hat eine gewisse dynamische Aufwärtsbewegung, die rechts durch eine dunkle Senkrechte unterbrochen ist. Diese Trennung stellt den Tod dar. Er schafft es jedoch nicht, das Leben abzuschneiden. Sondern die Form und die Farbe gehen darüber hinaus. Diese Hoffnung und Bekenntnis des christlichen Glaubens ist hier dargestellt, ohne jedoch das „Danach“ genau formulieren zu können. Das Jenseits ist ebenso wenig darstellbar wie der göttliche Himmel.
Entwurf und Realisierung: Petra Grupp
Die künstlerische Ausgestaltung des Kirchenraumes
durch Petra Grupp aus Leingarten
Auffällig und markantestes Element des Gebäudes ist die zwölfeckige Form des Kirchensaales. So lag es nahe die Zahl Zwölf aufzugreifen, eine biblische Zahl. Ausgehend von den zwölf Jüngern Jesu entstand so eine in weitem Zeitrahmen liegende Bildfolge – einschließlich Kreuz – die im Heute, in der heutigen Jüngerschaft, der Gemeinde, endet.
Der Zyklus umfasst ein Triptychon im Veranstaltungsraum (der zum Kirchenraum hin geöffnet werden kann) und drei Fensterbilder im Kirchensaal. Durch ihre Transparenz sind die Senkrechten der Glasscheiben zu sehen. Die Fensterbilder erfahren so jeweils eine Dreiteilung, sodass sich insgesamt wieder die Zahl Zwölf ergibt.
Bei der Umsetzung der Fensterbilder war wichtig keine Imitation traditioneller Kunstglasfenster zu erzeugen, deshalb gibt es auch keine Konturen, die die Farbflächen trennen. Weiter wurden verschiedene Fundstücke verarbeitet, um interessante Strukturen herstellen zu können. Bildträger sind Acrylglasplatten, die dem jeweiligen Motiv folgend zugeschnitten worden sind. So entstanden drei nicht identische unegale Bildformate, die die Bildaussagen unterstreichen.
Die Menschenfischer
sind das erste Motiv des Zyklus – Ausführung als Triptychon.
Auf der linken Bildtafel ist abstrahiert ein Boot zu sehen. Aus ihm hängen schwer die Netze. Diese sind jedoch bereits an Land, wie an der Farbwahl im unteren Bildteil zu erkennen ist. Es geht hier bewusst nicht mehr darum, die Tätigkeit des Fischfangs darzustellen. Auch wirken die Männer auf der rechten Bildtafel recht statisch. Sie verharren noch. Noch wissen sie nicht, wie tiefgreifend ihr Leben sich ändern wird. Die Szene befindet sich in der Schwebe.
Der Himmel über dem Geschehen ist bewusst schwer, er wirkt daher etwas dramatisch. Bedenkt man wie die Fischer alles Gewohnte zurückließen und sich aufmachten, trotz ihres großen Mutes und ihres Glaubens doch ins Ungewisse gehen, stehen auf der anderen Seite die Zurückgelassenen und die Brüche. Daher ist dieses Bild nicht nur in heiteren Farben entstanden, sondern hat doch auch etwas Schweres.
Entwurf und Realisierung: Petra Grupp
Gemeindezentrum Leingarten
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